CATWOE

Bei CATWOE haben wir es mit einer sehr klassischen Analysetechnik zu tun, die uns hilft unsere Herausforderung zu zerlegen und differenziert zu betrachten - oft entstehen dadurch schon ganz automatisch neue Lösungsansätze und interessante Ideen.

CATWOE ist ein Kunstwort für eine Checkliste zur Problem- oder Zieldefinition. Sie wurde von Peter Checkland und Jim Scholes publiziert.


 

Bei dieser Methode steht nicht das Problem selbst, sondern sein Umfeld oder das umgebende System im zentralen Blickpunkt.

So würde eine Überschrift über eine CATWOE-Betrachtung etwa lauten:

  • - "Ein Prozess, der dazu dient …..“,
  • - „Eine Einrichtung, die ...",
  • - "Ein System, das ..." oder
  • - "Eine Vorrichtung, die zur ... dient".

 

CATWOE - Eignung

CATWOE ist sicherlich besonders geeignet um Problemstellungen im Bereich von Prozess- oder Service-Innovationen zu analysieren und zu beschreiben. Wenn zum Beispiel Ihrer Meinung nach der Prozess der Angebotserstellung in Ihrem Hause nicht mehr optimal läuft, wäre diese Technik einen Versuch wert.

 


CATWOE - Wie es funktioniert

Ist eine Problemstellung ausgemacht, dann werden die Schritte beziehungsweise Fragen der Checkliste nacheinander gestellt, beantwortet und niedergeschrieben um das Target sehr effizient zu analysieren.

  • C = Customers - Die "Kunden des Systems".
    In diesem Zusammenhang wird die Position von Nutzern betrachtet. Wer ist letztendlich der Nutzer oder Kunde? Welches Problem haben diese derzeit und wie wird es gelöst? Wie sind ihre möglichen Reaktionen? Welche Gewinner und Verlierer werden sich ergeben?

  • A = Actors - Die "Darsteller des Systems".
    Das betrifft die Personen von denen die tatsächlichen Tätigkeiten ausgeführt werden müssen. Was ist der Einfluss auf die Darsteller? Wie werden sie reagieren, wenn das System wie geplant eingeführt wird?

  • T = Transformation process - Was führt das System aus?
    Wie wandelt es Input in Output um? Wie geht es mit veränderndem Input um? Wohin geht der Output? Welche Stadien durchläuft der Output? Welche Schritte gibt es innerhalb des Systems?

  • W = World View - Die "Weltanschauung" – Das Einbetten in einen größeren Zusammenhang.
    Welches wirkliche Problem soll angegangen werden? Welche Implikationen ergeben sich aus seiner Einführung? Welche Implikationen ergeben aus seinem Ausfall oder Fehlfunktion?

  • O = Owners - Die "Eigentümer".
    Betrachtet die Position der Personen die die formale Macht über Einführung oder Ablehnung des Systems haben. Welches sind Ihre Beweggründe? Was ist Ihre Teilhaberschaft?

  • E = Environmental contraints - Die "Grenzen".
    Diese können ethischer, gesetzlicher, juristischer, personeller, finanzieller und anderer Natur sein. Wie betreffen die Grenzen das System und wie können sie überwunden werden?